Mercy gefror umgehend jegliche Emotionsfähigkeit in seinem Gesicht ein. Er war kein Freund von Cyborgs, auch oder gerade wegen seinem Unfall, der ihn den rechten Arm kostete. Irgend einer dieser reichen Haie hatte ihm, während er betäubt vom Schmerz im Hospital for Criticalacidentvictims in Altgelsenkirchen um sein Leben kämpfte, einen Cyborgarm besorgt. Für Mercy stand fest, es ging nicht um ihm, sondern um die masturbierende geistige Befriedung. Niemals traf oder erfuhr er den Namen seines Spenders, was ihn in seiner Vermutung bestätigte. Er hatte sich zwar mittlerweile an diese Anomalie gewöhnt, doch stieß er sie im Bewusstsein weiterhin ab. Mercys alter dunkelbrauner Mantel gab ihm nicht nur Sicherheit. Er verschaffte ihm in Momenten wie diesen, in denen Licht auf das nasse Obermaterial fiel auch eine charismatische Aura. Beide Hände steckten in Textilhandschuhen, so dass niemand der Mercy nicht kannte sein Geheimnis erahnen konnte. Geschick lies er die Münze in einem Handschuh verschwinden und schob sie so unbemerkt tief in einer der vollen Taschen seines Paletots. Diese Begegnung war somit weder gewollt, noch konnte er sich an dem abstoßende Wesen Faszination empfinden. Er hätte sich nun gerne umgedreht, aber die Gefahr von einem Outlaw hinterrücks erstochen zu werden war ihm zu groß. Trotz seines Bemühens nicht beleidigend zu werden, konnte er seinen Missmut nicht in seinem Ton verbergen. Abwertend, jedoch sicher „Welch’ Glück sollte sie dir nun bringen? Hier unten scheint mir dieses Wort eher wie bittere Ironie zu schmecken.“

binat am 20.2.08 18:12

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